Heilungsregeln in der Klassischen Homöopathie


Die Lebenskraft wird durch die Gabe eines homöopathischen Mittels auf eine Mißstimmung aufmerksam, die ihr vielleicht gar nicht mehr bewußt war, die sie quasi schon ad acta gelegt hatte. Durch die Gabe des klassisch homöopathischen Arzneimittels, den Zuckerkügelchen, werden Heilungsreaktionen im Körper (oder Psyche oder Geist) hervorgerufen, die sanft oder auch kräftig sein können. Das vom Heilpraktiker richtig gewählte Mittel zeigt dem Menschen, wie er reagieren sollte, um die Krankheit zu besiegen. Daraus erklärt sich auch die manchmal verblüffend schnelle Wirkung von homöopatischen Arzneimitteln, wenn z. B. ein hohes Fieber innerhalb von Minuten sinkt oder verschwindet. Tiefere Schichten der Krankheit sollen zuerst geheilt werden, da diese tiefere Pathologie andere Heilungen im Körper behindern würde, es wird also erst das Asthma und dann der Heuschnupfen geheilt werden müssen, und ganz am Schluß die Hautreaktionen.

Die Krankheiten können dabei auf jeder Ebene zu finden sein, der körperlichen, mentalen oder geistigen Ebene. So kann eine Schizophrenie durchaus erst zu einer Lebererkrankungen, dann zu emotionaler Labilität und dann zu einer Bronchitis „verheilen“.

Die Richtung eines Heilungsverlaufes wurden von Constantin Hering zum ersten Mal beschrieben und werden nach ihm Heringsche Regeln genannt. Sie zeigen an, ob der Behandlungs- und Heilungsprozess einen günstigen oder ungünstigen Verlauf nimmt, d.h. verläuft der Prozess

  • von innen nach außen

  • von oben nach unten

  • von jetzt zu früher

ist er als günstig zu bewerten.

Prognostisch ungünstig ist, wenn die Symptome in der umgekehrter Reihenfolge verlaufen, wenn zum Beispiel der Prozess von außen nach innen geht: Hautprobleme verschwinden, dafür erscheinen aber asthmatische Beschwerden. Hier muss das homöopathische Mittel neu überdacht werden.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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