Wissenswertes und praktisches zum Thema Fieber
Definition und Fakten Fieber zeigt, dass das Immunsystem arbeitet. Fieber bedeutet Heilkraft. Fieber ist eine Selbstregulation des Körpers, welches sich mit seiner Heilkraft gegen Bakterien und Viren wendet und diese bei einer Temperatur von 38,5°C und darüber in ihren Lebensbedingungen erheblich einschränkt. Das Fieber ist zur Bildung bestimmter Abwehrkräfte (Antikörper, Interferon, beschleunigte Phagozytose) wichtig. Zudem werden die abgesonderten Giftstoffe zur Ausscheidung gebracht. Fieber laut Definition beginnt erst bei 38,5 °C. Temperaturen bis 38,4 °C gelten als “erhöhte Temperatur”. Die Körpertemperatur ist bei Kindern durchschnittlich höher als bei Erwachsenen. Vor allem abends und nach körperlicher Aktivität sind Temperaturen von 38 °C keine Seltenheit. Hier empfiehlt sich eine Kontrollmessung 30 Minuten nach Ruhigstellung. Neben entzündlichen Erkrankungen können Flüssigkeitsverluste und psychische Einflüsse wie z.B. Heimweh zu Fieber führen. Ein Kind ist in der Regel ab 1 bis 3 Tage vor dem Fieber ansteckend. Kinder, die in dieser Zeit mit dem erkrankten Kind gespielt haben, müssen also nicht von dem kranken Kind getrennt werden. Die Krankheit gilt als überwunden und das Kind kann wieder in den Kindergarten gehen, wenn das Kind 24 Stunden ohne Medikamente eine Temperatur von unter 37,2 °C rektal hat und im befriedigenden Allgemeinzustand ist. Für Infektionskrankheiten wie z.B. Masern oder Windpocken gelten andere Werte. Gründe für Fieber:
Bei folgenden Symptomen ist Rücksprache mit dem Heilpraktiker bzw. Arzt zu halten:
Heilkundliche Betrachtung von FieberWenn ein Kind Fieber hat, gut trinkt, sich nicht erbricht, keinen Hautausschlag hat und gut reagiert, so ist das Kind normalerweise nicht ernsthaft krank.
Die Behandlung von Fieber hat viel mit der Angst der Eltern zu tun und mit dem Anspruch alles richtig zu machen und das Kind nicht zu gefährden. Viele Eltern werden bei Temperaturen von unter 38,5 °C nervös, obwohl diese Temperaturen noch als „erhöhte Temperatur“ gelten.
Fieberhafte Infekte trainieren das Abwehrsystem. Natürlich abgewehrte fieberhafte Erkrankungen helfen im späteren Leben chronische und destruktive Erkrankungen zu verringern. Übrigens: Auch im Klinikalltag gehen Ärzte dazu über, Fieber nicht zu behandeln. Übrigens: Eine vorbeugende Antibiotikagabe ist nicht mehr zeitgemäß. Eine Gabe von Antibiotika sollte nur nach Entnahme bakteriologischen Materials wie Rachenabstrich, Urin, Blutkultur etc. oder bei Notfällen erfolgen. Übrigens: Eine Nebenwirkung von Antibiotika ist u.a. Fieber. Grundsätzlich sollten folgende Punkte immer Beachtung finden:
Was tun bei Fieber?
Hat das Kind mehr als drei Tage Fieber, kann man dazu übergehen, den Patienten unterstützend zu behandeln. Eine Behandlung bietet sich an, wenn das Fieber sinkt oder einige Stunden auf einem gleichmäßigen Niveau ist. Sinkt das Fieber, so hat der Mensch aus eigener Kraft die Krankheit bekämpft. Hier ist eine Unterdrückung i.d.R. nicht mehr möglich. Wichtig: Vertrauen Sie auf ihr Gefühl! Sie kennen ihr Kind am besten und wissen am besten ob es ihm gut oder schlecht geht.
Vermeiden sie dem Kind Süßigkeiten zu geben. Süßigkeiten schwächen zum einen den Darm und das Immunsystem, zum anderen wird das Kind dafür belohnt, das es krank ist. Besser ist es, das Kind zu belohnen, wenn es wieder gesund ist!
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